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  • AutorenbildPatric Stöbe

kostenfreie Businesspläne

Es gibt mittlerweile mehrere Plattformen, auf denen Du Deinen Businessplan oder Deine Geschäftsidee kostenfrei bzw. gegen Abgabe Deiner Daten zu Papier bringen kannst. Ich möchte Dir heute 3 gute Argumente nennen, diese Businesspläne zwar gerne intern für Dich zu verwenden, aber niemals als Vorlage für eine Kredit- oder Förderanfrage zu nutzen.

Ein Mann, der einen Businessplan schreibt
kostenfreier Businessplan

Grund Nr. 1

Banker und Mitarbeiter von Förderinstituten lesen zwischen 5 und 30 Geschäftspläne pro Tag! Wenn die das einheitliche Design und den Schriftstil des vorgefertigten Businessplans wiedererkennen, fällt bei denen sofort die Klappe. Dann wird maximal noch der eine oder andere Satz quergelesen, und sobald es bei einer geplanten Zahl eine Unklarheit gibt, dürfte das Gesamtwerk in die Tonne wandern.


Grund Nr. 2:

Auch wenn Du alles schreiben (lassen) kannst, wirkt der Plan nicht authentisch. Auch ich bekomme zuweilen diese fertigen Pläne zur Prüfung vorgelegt und stelle immer wieder fest, dass dort nur Platzhalter ausgefüllt wurden, aber keine Empathie oder Authentizität zu erkennen sind.


Ein Beispiel aus der Praxis gefällig?

Zitat: "Dem Marketing werde ich als Unternehmer in Zukunft eine besondere

Rolle zukommen lassen. Ohne eine gut durchdachte Markenentwicklung und ein entsprechend starkes Marketingkonzept wird es kaum möglich sein, mein Angebot bekannt zu machen und Kunden von mir und meinen Leistungen zu überzeugen."


Wenn das ein Entscheider ließt, könnt Ihr Euch den Kredit fast schon abschminken. In dem Absatz steht absolut nichts Konkretes. Hier wurden Lücken gefüllt und Sätze rund "geschliffen".


Grund Nr. 3:

Das Ziel eines Geschäftsplans ist nicht in erster Linie, andere Menschen von dem Erfolg der geplanten Geschäftsidee zu überzeugen. Vielmehr soll ein professionell aufgebauter Plan Dir als Gründer die Sicherheit geben, dass nach Berücksichtigung vieler hundert Einzelfaktoren das Gesamtkonzept mit hoher Wahrscheinlichkeit umsetzungsfähig ist.


Es geht also in erster Linie nicht darum andere zu überzeugen, sondern Sicherheit zu gewinnen. Es kann also durchaus sein, und dass passiert im Rahmen einer Gründerbegleitung regelmäßig, dass mein Kunde zu der Erkenntnis kommt, dass das Konzept in der geplanten Form nicht tragfähig ist. Wenn das die abschließende Erkenntnis ist, dann hast Du sehr viel Zeit und noch mehr Geld gespart.


Beim Ausfüllen eines vorgefertigten Plans hast Du diese Falsifizierung in keinem Fall, weil Dir der Sparringspartner fehlt, der Deine Aussagen und Planungen kritisch prüft.


Mein Tipp:

Wenn Du gründen möchtest und einen Kredit von der Bank benötigst, dann spare nicht bei der Erstellung des Businessplans. Wenn Du 100.000 Euro von der Bank haben möchtest, um Deinen Lebenstraum umzusetzen, dann solltest Du auch bereit sein, 2 - 4% dieser Summe für einen professionellen Plan bereit zu halten.


Übrigens:

Derartige Begleitungen und Hilfen werden oftmals staatlich gefördert. Einfach vorher informieren und immer dran denken: "Anträge sind immer vor dem Ereignis zu stellen". Also erst Förderung beantragen, dann beraten, dann gründen.



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